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22. OKTOBER 2026 · SCHLUESSLBERG

Mehr Raum. Mehr Charme. Mehr Schlafraum.

Willi Sickinger
Willi SickingerGeschäftsleitung

Wie aus einer neuen Brotstation, einem Bronzespiegel und ein paar Möbelideen ein neues Raumgefühl wurde, und warum wir im Hotel Schlafraum einfach nicht aufhören können, besser zu werden.

Ich genieße den Moment, wenn ein Projekt endlich abgeschlossen ist. Alles funktioniert, die Arbeiten sind erledigt, die letzten Rechnungen bezahlt und man könnte sich eigentlich gemütlich zurücklehnen.

Das könnte man ...

Denn meistens dauert es bei uns nicht besonders lange, bis einer von uns sagt: „Ich hätte eine Idee, da könnten wir uns verbessern ...“

Und schon geht es wieder los.

Ich gebe zu: Manchmal denke ich mir selbst, dass wir es jetzt wirklich einmal gut sein lassen könnten. Unsere beiden Hotels funktionieren, wir haben ein außergewöhnlich tolles Team, die Abläufe sind eingespielt und unsere Gäste schätzen unser Konzept.

Aber irgendwie liegt Harald, Conny, Tamara und mir das Stillstehen nicht besonders.

Vielleicht ist es unternehmerischer Ehrgeiz. Vielleicht die Freude daran, etwas Neues zu gestalten. Oder vielleicht sind wir einfach ein bisschen verrückt, aber immerhin mit Plan.

Jedenfalls haben wir uns in den vergangenen Monaten wieder einmal intensiv mit unserem Hotel Schlafraum in Schlüßlberg beschäftigt. Diesmal standen unser Frühstücksbereich, die Honey Lounge und zahlreiche gestalterische Details im Mittelpunkt.

Was ursprünglich nach ein paar Verbesserungen klang, wurde zu einem durchdachten Umbau, hochwertiger Ausstattung, einem abgestimmten Farbkonzept und vielen kleinen Ideen.

Und natürlich durfte auch ein Hauch James Bond nicht fehlen.

Stillstand ist in der Hotellerie ein Schritt zurück

Ich bin überzeugt: In der Hotellerie reicht es heute nicht mehr, einfach nur ein Zimmer und ein gutes Bett anzubieten.

Natürlich muss der Preis passen. Gerade unsere Geschäftsreisenden achten auf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Aber wer in der Beherbergung langfristig erfolgreich sein möchte, darf sich nicht ausschließlich über den Preis definieren.

Wir müssen unseren Gästen einen echten Mehrwert bieten. Ein attraktives Gesamtangebot, durchdachte Räume, unkomplizierte Abläufe und viele kleine Dinge, die den Aufenthalt angenehmer machen.

Denn unsere Gäste vergleichen nicht nur Preise. Sie vergleichen das gesamte Erlebnis.

Und genau hier möchten wir uns von unseren Mitbewerbern unterscheiden.

Das bedeutet nicht, dass wir jedes Jahr alles neu machen müssen. Aber wir müssen bereit sein, Bestehendes zu hinterfragen und uns laufend weiterzuentwickeln.

„Wenn wir uns nicht weiterentwickeln, machen wir in Wahrheit bereits einen Schritt zurück.“ (Willi Sickinger)

Erst gut planen, dann in der Realität

Wir haben gelernt, dass Planung äußerst wichtig ist, darum haben wir viel Zeit in die Ausarbeitung investiert.

Gemeinsam mit unserer Innenarchitektin Christina Kislinger (ckislinger.at) und Beate Thalhammer (beatethalhammer.at), die uns bei der CI beraten und begleitet hat, haben wir überlegt, wie wir die vorhandenen Flächen besser nutzen und gleichzeitig eine neue, stimmige Atmosphäre schaffen können.

Dabei haben wir sämtliche geplanten Veränderungen vorab in 3D visualisieren lassen.

Von der Anordnung der Möbel über die Raumgestaltung bis hin zu den Farben konnten wir uns bereits vor dem Umbau ein sehr genaues Bild vom späteren Ergebnis machen.

Das war für uns enorm hilfreich.

Denn zwischen „Das könnte gut aussehen“ und „So wird es tatsächlich aussehen“ liegt manchmal ein gewaltiger Unterschied.

Am Bildschirm konnten wir verschiedene Ideen vergleichen, Möbel verschieben und Details verändern, bevor die ersten Arbeiten begonnen haben.

Natürlich kostet eine solche Planung Zeit und Geld. Aber Fehlentscheidungen beim Umbau können am Ende deutlich teurer werden.

Und ganz ehrlich: Die Fliese und das Licht am Computer umzustellen, ist wesentlich einfacher, als später wieder alles umzubauen.

„Lieber vorher dreimal am Bildschirm planen als nachher einmal die Handwerker zurückholen.“ (Willi Sickinger)

Ein Farbkonzept, das sich durch unser Hotel zieht

Was zunächst nach einer einfachen Entscheidung klingt, hat uns tatsächlich ziemlich lange beschäftigt: die Farben.

Wir wollten nicht einfach einzelne Wände neu streichen, sondern ein durchgängiges Farbkonzept entwickeln.

Gemeinsam mit Christina und Beate haben wir Farben, Materialien, Möbel und Beleuchtung aufeinander abgestimmt.

Unser Frühstücksbereich und die Honey Lounge sollten sich gestalterisch ergänzen und trotzdem ihren eigenen Charakter behalten.

Auch in unseren Zimmern haben wir bewusst farbliche Akzente gesetzt.

Denn Farben verändern die Wirkung eines Raumes enorm. Sie können Wärme vermitteln, Bereiche optisch verbinden und einem Raum Persönlichkeit geben.

Unser Ziel war ein modernes, hochwertiges und gleichzeitig gemütliches Ambiente.

Eines, das zu uns und unserem Konzept passt.

Beim Frühstück beginnt der Tag, und der sollte gut beginnen

Unser Frühstücksbereich gehört zu den wichtigsten Bereichen des Hotels.

Hier starten unsere Gäste in den Tag. Manche ganz gemütlich mit einer zweiten Tasse Kaffee, andere mit einem Blick auf die Uhr, weil der nächste Geschäftstermin schon wartet.

Deshalb haben wir den gesamten Buffetbereich neu durchdacht.

Wir haben die vorhandenen Flächen optimiert, Bereiche neu verfliest und unseren Stauraum verbessert.

Gerade die Organisation hinter dem Buffet ist für uns enorm wichtig. Denn wenn jeder Handgriff sitzt und alles seinen Platz hat, profitieren nicht nur unsere Mitarbeiterinnen, sondern auch unsere Gäste.

Besonders spitze finde ich unsere neue Brotstation. Das Eichenholz stammt aus einer Eiche, die hinter unserem Elternhaus stand und von unserem Vater gefällt wurde.

Brot ist nicht gleich Brot. Gutes Brot gehört für mich zu einem guten Frühstück einfach dazu. Und wenn es übersichtlich und schön präsentiert wird, macht schon die Auswahl mehr Freude.

Auch bei der Beleuchtung haben wir einiges verändert.

Zahlreiche neue LED-Leuchten setzen unser Buffet gezielt in Szene. Die Beleuchtung ist steuerbar und zeitlich auf unsere Öffnungszeiten abgestimmt.

So ist das Buffet genau dann optimal beleuchtet, wenn unsere Gäste es nutzen.

Und außerhalb der Frühstückszeiten muss nicht unnötig alles leuchten.

Unser Bronzespiegel mit erstaunlicher Wirkung

Ein Detail, das mir besonders gut gefällt, ist unser neuer Bronzespiegel im Buffetbereich.

Ein Spiegel klingt zunächst nicht besonders aufregend.

Aber seine Wirkung auf das Raumgefühl finde ich echt gut.

Er bringt optische Tiefe, reflektiert das Licht angenehm und lässt den Bereich großzügiger wirken.

Die warme Bronzeoberfläche harmoniert außerdem wunderbar mit unserem Farb- und Materialkonzept. Ich sehe es so, aber überzeuge Dich selbst!

Eine eigene SB-Station für mehr Flexibilität

Wir haben außerdem eine eigene Selbstbedienungsstation eingerichtet.

Dort stehen unseren Gästen ein Waschbecken, eine Mikrowelle, ein Wasserkocher und eine Kaffeemaschine zur Verfügung.

Warum uns das wichtig ist?

Weil unsere Gäste ganz unterschiedliche Tagesabläufe haben.

Viele sind beruflich unterwegs, kommen spät zurück oder möchten sich zwischendurch etwas zum Essen zubereiten.

Andere genießen einfach die Möglichkeit, unabhängig zu sein.

Unser Hotelkonzept lebt seit jeher von Flexibilität, Digitalisierung und Automatisierung.

Da passt eine durchdachte SB-Station perfekt dazu.

Nicht jeder Gast braucht rund um die Uhr persönlichen Service.

Aber jeder freut sich, wenn das, was er gerade benötigt, unkompliziert verfügbar ist.

Möbel müssen mehr können als nur gut aussehen

Bei der gesamten Umgestaltung war uns ein Punkt besonders wichtig: die Funktionalität.

Ein Möbelstück kann noch so schön aussehen. Wenn der Gast seine Kaffeetasse nirgendwo abstellen kann, der Tisch zu klein ist oder eine Sitzgruppe im Alltag nicht funktioniert, hat das schönste Design seinen Zweck verfehlt.

Wir haben deshalb sehr genau überlegt, wie unsere Gäste die Räume tatsächlich nutzen. Nach 6 Jahren Betrieb haben wir viel Erfahrung gewonnen.

Ein Geschäftsreisender möchte vielleicht am Abend noch kurz am Laptop arbeiten.

Eine Gruppe von Kollegen möchte gemeinsam ein Bier trinken.

Andere möchten in Ruhe frühstücken, ein Buch lesen oder sich einfach gemütlich unterhalten.

Unsere Möbel sollen diese unterschiedlichen Bedürfnisse unterstützen.

Dabei haben wir bewusst auf hochwertige Materialien, langlebige Lösungen und eine gute Verarbeitung geachtet.

Ein besonderes Highlight ist unser neuer Hochtisch für acht Personen.

Hier kann man morgens gemeinsam frühstücken, abends mit Kollegen zusammensitzen oder einfach gemütlich den Abend ausklingen lassen.

Gemeinsam mit unserem Tischler Willi Kronschläger und Christina und Beate haben wir versucht, Funktionalität und Gestaltung so zu verbinden, dass daraus ein echter Mehrwert entsteht.

„Ein schöner Tisch ist nett. Ein schöner Tisch, bei dem der Gast auch nach einer Stunde noch gerne sitzt, ist besser.“ (Willi Sickinger)

Unsere Honey Lounge bekommt noch mehr Charakter

Auch unsere Honey Lounge haben wir weiterentwickelt.

Sie war schon bisher ein besonderer Bereich unseres Hauses. Jetzt wollten wir ihr noch mehr Aufenthaltsqualität geben.

Wir haben zusätzliche Tische aufgestellt und die Sitzmöglichkeiten neu organisiert.

Dabei ging es uns nicht darum, möglichst viele Möbel in einen Bereich zu bekommen.

Vielmehr wollten wir unterschiedliche Möglichkeiten zum Erholen und Entspannen schaffen.

Ich finde, gerade solche unkomplizierten Treffpunkte fehlen in vielen Hotels.

Man braucht nicht immer eine klassische Hotelbar, um einen schönen gemeinsamen Abend zu verbringen.

Manchmal reichen ein guter Tisch, angenehmes Licht und die richtigen Menschen.

Ein bisschen Bass darf schon sein

Zu einer richtigen Lounge gehört für uns auch Musik (Harald ist das sehr wichtig!).

Deshalb haben wir eine neue Soundanlage installiert, die für einen angenehmen, vollen Klang sorgt.

Mir war wichtig, dass man die Musik nicht nur hört, sondern die Atmosphäre auch ein wenig spürt.

Ein schöner, dezenter Bass verleiht dem Raum Wärme und dieses besondere Lounge-Gefühl.

Natürlich soll niemand das Gefühl haben, mitten in einer Diskothek zu sitzen.

Schließlich heißen wir Schlafraum.

Aber gute Musik im Hintergrund verändert die Stimmung eines Raumes enorm.

Meine Lieblingsbücher bekommen ein neues Zuhause

Ein kleines Herzensprojekt ist unser neues Bücherregal.

Dort stehen nicht irgendwelche Bücher.

Ein Teil stammt tatsächlich aus meinem eigenen Büchervorrat.

Ich habe einige meiner Lieblingsbücher ausgewählt und ihnen einen Platz im Schlafraum gegeben.

Die Idee dahinter ist einfach: Vielleicht entdeckt ein Gast ein Buch, das ihn interessiert.

Vielleicht blättert jemand nur kurz hinein.

Oder vielleicht wird aus einer geplanten Viertelstunde plötzlich ein gemütlicher Leseabend.

Zusätzlich haben wir Brettspiele bereitgestellt.

Denn auch wenn heute fast jeder sein Smartphone in der Tasche hat, ist eine gemeinsame Runde bei einem Brettspiel manchmal die bessere Unterhaltung.

Und ganz nebenbei entstehen dadurch vielleicht Gespräche zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnet wären.

„Ein gutes Hotel muss nicht überall gleich aussehen. Ein bisschen Persönlichkeit darf man ruhig erkennen.“ (Willi Sickinger)

James Bond darf natürlich nicht fehlen

Wer unser Hotel kennt, weiß, dass wir eine gewisse Schwäche für James Bond haben.

Diesen Stil haben wir bei der Neugestaltung weitergeführt und unsere Sammlung an James-Bond-Bildern in der Honey Lounge erweitert.

Ein besonderes Stück ist unser nostalgischer Fernseher.

Er bringt den Charme vergangener Jahrzehnte in den Raum und zeigt eine Auswahl an Filmklassikern.

Ich mag solche Dinge, weil sie Geschichten erzählen.

Und genau das passt für mich zu unserem Schlafraum: moderne Technik dort, wo sie sinnvoll ist, kombiniert mit einem Stil, den man nicht in jedem zweiten Hotel findet.

Auch in unseren Zimmern haben wir unsere James-Bond-Leidenschaft weitergeführt.

Dort haben wir James-Bond-Broschüren platziert, die unsere Gäste zum Durchblättern einladen.

Vielleicht entdeckt jemand eine interessante Geschichte, erinnert sich an einen alten Film oder muss einfach über unsere kleine Bond-Leidenschaft schmunzeln.

Für mich sind das genau jene Details, die einem Hotel Persönlichkeit verleihen.

Wir möchten kein austauschbares Haus sein.

Unser Schlafraum darf ruhig seinen eigenen Charakter haben.

Und wenn dieser Charakter ein bisschen James Bond, ein bisschen Retro und eine ordentliche Portion Gemütlichkeit beinhaltet, dann passt das für mich wunderbar.

Warum wir immer wieder investieren

Solche Umbauten kosten Geld, Zeit und manchmal auch ein paar Nerven.

Und selbstverständlich gibt es während der Umsetzung immer wieder Momente, in denen man sich fragt, warum man eigentlich schon wieder eine neue Baustelle angefangen hat.

Aber wenn ich danach durch unsere Räume gehe und sehe, wie alles zusammenpasst, weiß ich wieder, warum wir das machen.

Wir möchten kein Hotel betreiben, das einfach nur funktioniert.

Wir möchten einen Ort schaffen, an dem unsere Gäste gerne ankommen, sich wohlfühlen und vielleicht auch ein bisschen länger bleiben als ursprünglich geplant.

Gerade bei unserem weitgehend automatisierten Hotelkonzept ist uns das wichtig.

Technik macht vieles einfacher. Sie ermöglicht einen unkomplizierten Check-in, flexible Anreisezeiten und effiziente Abläufe.

Aber die Atmosphäre eines Hauses entsteht nicht durch Automatisierung.

Sie entsteht durch Licht, Materialien, Musik, Ideen und viele kleine Entscheidungen.

Und vor allem dadurch, dass man sich immer wieder fragt:

Was können wir für unsere Gäste noch besser machen?

Unser Fazit: Einchecken. Abschalten. Ausschlafen.

Mit unserem neu gestalteten Frühstücksbereich und der weiterentwickelten Honey Lounge haben wir wieder einen großen Schritt gemacht.

Wir haben den Platz besser genutzt, die Abläufe verbessert und gleichzeitig mehr Atmosphäre geschaffen.

Besonders schön finde ich, dass viele persönliche Ideen aus dem Team eingeflossen sind: von meinen Lieblingsbüchern über die James-Bond-Bilder bis zum nostalgischen Fernseher.

Für mich ist das genau die Mischung, die den Schlafraum ausmacht.

Modern, unkompliziert, ein bisschen außergewöhnlich und mit viel Liebe zum Detail.

Ich bin überzeugt, dass langfristiger Erfolg in der Hotellerie vor allem dadurch entsteht, dass wir unseren Gästen ein attraktives Gesamtangebot bieten, das sich von anderen unterscheidet.

Und sind wir jetzt endlich fertig?

Vermutlich nicht.

Die nächste Idee kommt bestimmt.

Willi Sickinger
Hotel Schlafraum, smart & urban

Einchecken. Abschalten. Ausschlafen.